Mit rund 5.000 Ankünften erreichten in diesem Jahr schon 133 Prozent mehr illegale Einwanderer die Kanaren wie im Vorjahreszeitraum. Die letzten 84 Afrikaner wurden erst heute Morgen auf zwei Booten aufgegriffen. Hiervon wurde ein Boot 4 km vor Teneriffa geortet und das andere von einem Handelsschiff rund 216 km vor Fuerteventura gesichtet.
Nach zwei weiteren Booten mit 134 Afrikanern wird zudem noch in den Gewässern vor den Kanaren gesucht. Auf einem der Boote sollen sich einer „NGO“ zufolge 102 und auf dem anderen 32 Personen aus Ländern südlich der Sahara befinden.
Immer mehr „Minderjährige“ erreichen die Kanaren
Wie unterdessen bekannt wurde, behauptete jeder zehnte illegale Einwanderer, der von Januar 2020 bis Ende April dieses Jahres auf die Kanaren gekommen ist, felsenfest minderjährig zu sein. Viele konnten schon entlarvt werden und mussten die Objekte, zu denen aktuell noch zwei Ferienobjekte in Mogán auf Gran Canaria gehören wieder verlassen.
Viele sind älter als behauptet
Aktuell gibt es auf den Kanaren 2.621 „unbegleitete Minderjährige“, von denen noch 1.908 auf einen Altersbestimmungstest warten. Aber schon jetzt sei klar, dass hiervon bereits mehr als die Hälfte in Wahrheit älter als 18 Jahre ist und zurückgeführt werden kann.
Doch Abschiebungen finden wegen der Krise zwischen Marokko und Spanien sowie durch die Schließung des Luftraums im Senegal zur Zeit nicht statt. Der Regierungsdelegierte Anselmo Pestana ist jedoch zuversichtlich, dass diese Flüge in absehbarer Zeit wieder starten werden.
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